Tannenhonig

500 g Glas / 9 €*

(Grundpreis: 18,00 €*/kg)

Verfügbar Erntejahr 2026

Unsere dritte und letzte Schleuderung des Jahres 2026 hat etwas gebracht, das es hier nicht in jedem Sommer gibt: einen Tannenhonig. Dunkel, malzig-harzig, mit einer Süße, die eher an Karamell erinnert als an Blüten – und er bleibt in der Regel viele Monate lang streichzart flüssig.

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Glas Tannenhonig der Imkerei Peterek mit Etikett „Tanne“, daneben ein Honiglöffel aus Olivenholz und ein Tannenzweig

Ein Honig, auf den man warten muss

Tannenhonig entsteht nicht aus Blütennektar. An den Zweigen der Weißtanne saugen winzige Rindenläuse den Saft des Baumes und geben ihn als zuckerreichen Honigtau wieder ab – erst diesen Honigtau tragen unsere Bienen ein.

Damit daraus eine Ernte wird, muss vieles gleichzeitig stimmen: genügend alte Weißtannen im Flugkreis, eine starke Läusegeneration, warme Nächte und kein Dauerregen, der den Honigtau von den Nadeln wäscht. In den meisten Jahren fehlt eines davon – dann gibt es Waldhonig, aber keinen Tannenhonig.

2026 hat es gepasst. Was unsere Völker im Hochsommer eingetragen haben, ist in der dritten Schleuderung im Kessel gelandet – und im Labor als Tannenhonig eingestuft worden.

Dunkel, malzig, mit langem Nachklang

Wer Waldhonig kennt, erkennt den Tannenhonig sofort als verwandt – und schmeckt trotzdem den Unterschied. Er ist weniger herb, dafür deutlich malziger: Noten von Karamell, dunklem Brot und frischem Harz, mit einer Süße, die sich Zeit lässt und lange nachklingt.

Im Glas ist er beinahe schwarzbraun und zeigt gegen das Licht den grünlichen Schimmer, den Kenner an Tannenhonigen suchen. Weil er von Natur aus wenig Traubenzucker enthält, kristallisiert er nur langsam – ein Glas bleibt in der Regel über Monate flüssig und streichfähig, ganz ohne Erwärmen.

Von der Weißtanne

Sortentypisch aus dem Honigtau der Weißtanne – dem Baum, der den Bergmischwald des Bayerischen Waldes prägt und dort selten geworden ist.

Honigtau statt Nektar

Nicht die Blüte ist die Quelle: Die Bienen sammeln den Honigtau, den Rindenläuse an den Tannenzweigen hinterlassen. Daher die dunkle Farbe und die hohe elektrische Leitfähigkeit.

Bleibt lange flüssig

Der geringe Traubenzuckeranteil lässt ihn nur sehr langsam kristallisieren – meist lässt er sich monatelang direkt aus dem Glas streichen.

Für kräftige Begleiter

Zu Bergkäse, dunklem Sauerteigbrot, Wild oder in eine kräftige Marinade – überall dort, wo ein milder Blütenhonig untergehen würde.

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Produktinformationen

Tracht Honigtau der Weißtanne
Geschmack Malzig, harzig-würzig, karamellartig, weniger süß als Blütenhonig
Konsistenz Flüssig, bleibt lange streichfähig; sehr dunkel mit grünlichem Schimmer
Art Deutscher Honigtauhonig (Tannenhonig) aus dem Bayerischen Wald
Ernte Dritte Schleuderung 2026
Gebinde 500 g Glas (9 €)
Erntejahr 2026
Herkunft Bayerischer Wald, Deutschland
Hinweis zum Naturprodukt: Honig ist ein Naturprodukt. Farbe, Konsistenz und Geschmack können je nach Erntejahr und Witterung variieren und von den Produktabbildungen abweichen. Die natürliche Kristallisation von Honig ist ein Qualitätsmerkmal und kein Mangel – durch leichtes Erwärmen im Wasserbad (max. 40 °C) wird er wieder geschmeidig. Honig ist für Säuglinge unter 12 Monaten nicht geeignet.

* Die genannten Preise gelten bei Abholung und sind die tatsächlich zu zahlenden Gesamtpreise; Preisänderungen für künftige Erntejahre bleiben vorbehalten. Diese Webseite ist kein Online-Shop – ein Kauf kommt erst bei der Übergabe vor Ort zustande. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen (Kleinunternehmerregelung).

Woher wir wissen, dass es Tannenhonig ist

„Tannenhonig“ ist keine Geschmacksbeschreibung, sondern eine Sortenbezeichnung – und die darf nur tragen, was sich belegen lässt. Deshalb ist diese Schleuderung untersucht worden – die Probe lief über den Tiergesundheitsdienst Bayern, der sie an ein akkreditiertes Lebensmittellabor weitergegeben hat. Dabei sind zwei Fragen zu beantworten, und zwar getrennt voneinander.

Erstens: Ist es überhaupt ein Honigtauhonig? Das entscheiden zwei Messwerte:

  • Elektrische Leitfähigkeit: Mit 1,17 mS/cm liegt der Honig über den 0,8 mS/cm, die die Honigverordnung für Honigtauhonig verlangt – und über den 1,10 mS/cm, die die Leitsätze für Honig eigens für die Sortenbezeichnung Tannenhonig fordern. Der Wert stammt von den Mineralstoffen, die der Honigtau reichlich mitbringt. Dunkle Honige und hohe Leitfähigkeit gehen deshalb meist zusammen.
  • pH-Wert: 4,9 – deutlich höher als bei Blütenhonigen, die meist zwischen 3,5 und 4,5 liegen. Ein typischer Wert für Honigtauhonig.

Zweitens: Und ist es ein Tannenhonig? Diese Frage beantwortet kein einzelner Messwert. Honigtau von Fichte und Tanne unterscheidet sich in Leitfähigkeit und pH-Wert kaum – unser Waldhonig aus demselben Jahr liegt bei der Leitfähigkeit sogar etwas höher. Die Sorte beurteilt das Labor aus dem Gesamtbild: Sensorik, Farbe, mikroskopisches Bild und Messwerte zusammen. Im Prüfbericht steht als Sortenbezeichnung Tannenhonig, unter Abweichungen: keine.

Elektrische Leitfähigkeit 1,17 mS/cm
pH-Wert 4,9
Wassergehalt 15,4 %
0 0,4 0,8 1,4 1,17 mS/cm A B C D
  • A0,8 mS/cm – Honigtauhonig überhaupt: Diesen Wert muss ein Honigtauhonig nach der Honigverordnung mindestens erreichen. Blütenhonige liegen fast immer darunter; Kastanien- und Lindenhonig sind die bekannten Ausnahmen.
  • B1,10 mS/cm – die Schwelle für Tannenhonig: Für diese Sortenbezeichnung verlangen die Leitsätze für Honig eigens einen höheren Wert als für Honigtauhonig allgemein.
  • CUnser Tannenhonig 2026: 1,17 mS/cm – über beiden Schwellen. Werte in dieser Höhe erreichen fast nur Honige, die überwiegend aus Honigtau stammen; unter den Blütenhonigen kommt allein der Kastanienhonig dorthin.
  • DTypischer Blütenhonig: meist zwischen 0,1 und 0,5 mS/cm – also ganz am Anfang der Skala.
Die elektrische Leitfähigkeit misst, wie viele Mineralstoffe im Honig gelöst sind. Honigtau bringt davon viel mehr mit als Blütennektar. Dunkle Honige und hohe Leitfähigkeit gehen meist zusammen – deshalb ist der Balken eingefärbt wie der Honig selbst: je weiter rechts, desto dunkler das Glas.

Premium – und zwar mit Zahlen belegt

Die Leitsätze für Honig des Deutschen Lebensmittelbuchs knüpfen die Bezeichnungen „Auslese“ und „Premium“ an feste Grenzwerte. Hier sehen Sie diese Referenzwerte und unsere tatsächlichen Ergebnisse aus dem Erntejahr 2026.

Auslese-Kriterien

HMF max. 15 mg/kg
Invertase min. 60 U/kg
Wassergehalt max. 18 %

Premium-Kriterien

HMF max. 10 mg/kg
Invertase min. 85 U/kg
Wassergehalt max. 18 %

Unser Ergebnis 2026

HMF erzielt 1,0 mg/kg
Invertase erzielt 129,8 U/kg
Wassergehalt erzielt 15,4 %

Ein unabhängiges, akkreditiertes Labor hat diesen Jahrgang untersucht, die Sortenbezeichnung „Tannenhonig“ ausgewiesen und die Konformität mit der Honigverordnung bestätigt (Prüfbericht vom 7. August 2026).

KriteriumAuslesePremiumUnser Wert
HMF max.15 mg/kg10 mg/kg1,0 mg/kg
Invertase min.60 U/kg85 U/kg129,8 U/kg
Wassergehalt max.18 %18 %15,4 %
Zur Einordnung: Dieser Jahrgang erfüllt alle drei Kriterien, welche die Leitsätze für Honig an die Bezeichnung „Premium“ stellen – und das mit deutlichem Abstand: 1,0 mg/kg HMF bei erlaubten 10, eine Invertaseaktivität von 129,8 U/kg bei geforderten 85 und 15,4 % Wasser bei erlaubten 18. Der HMF-Wert von 1,0 mg/kg entspricht der Bestimmungsgrenze des Labors – niedriger lässt er sich gar nicht ausweisen. Er ist ein objektives Frischemerkmal: Honig, der nach dem Schleudern erwärmt oder lange warm gelagert wird, erreicht solche Werte nicht.

Auslese- und Premium-Kriterien gemäß Leitsätze für Honig – Deutsches Lebensmittelbuch, herausgegeben vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (bereitgestellt über die LWG Bayern, Fachzentrum Bienen und Imkerei). Die Grenzwerte gelten jeweils für den geprüften Jahrgang.

Weitere Honigsorten

Waldhonig

Aus dem Honigtau von Fichte und Tanne – herber als der Tannenhonig, ebenso dunkel und kräftig.

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Blütenhonig (cremig)

Frühtrachthonig aus Kirsch-, Apfel- und Löwenzahnblüten. Schonend gerührt für eine besonders cremige Konsistenz.

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Wabenhonig

Direkt aus dem Bienenvolk – frisch aus der Wabe, so wie die Bienen ihn angelegt haben.

Ausverkauft Mehr erfahren

Bienenkönigin (Carnica)

Carnica-Königinnen aus eigener Nachzucht – überschüssige Tiere geben wir gelegentlich an andere Hobbyimker ab.

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