Wissenswert
Fragen & Antworten rund um Honig und Bienen
Honig kann manchmal kristallisieren – dies ist ein natürlicher Prozess und kein Zeichen für Qualitätseinbußen. Die Kristalle entstehen durch die Zuckerzusammensetzung des Honigs. Um kristallisierten Honig wieder flüssig zu machen, können Sie ihn vorsichtig im warmen Wasserbad erwärmen (bis zu 40 °C). Bei cremig gerührtem Honig verzichten Sie besser darauf – er wird dabei flüssig und bleibt es auch. Ist er Ihnen zu fest geworden, genügen ein paar Stunden bei Raumtemperatur.
Unseren Honig geben wir persönlich bei uns in St. Oswald ab – vereinbaren Sie einen Abholtermin einfach über unser Kontaktformular.
Die Konsistenz hängt von der Zuckerzusammensetzung ab: Honige mit höherem Fruktoseanteil – oft Wald- und Tannenhonige – bleiben meist länger flüssig. In Ausnahmejahren kann jedoch auch Waldhonig durch Melezitose früh kristallisieren – das ist natürlich und kein Mangel. Cremige Konsistenzen entstehen durch schonendes Rühren.
Honig ist ein Naturprodukt mit langer Haltbarkeit. Bei kühler, dunkler und trockener Lagerung bleibt seine Qualität lange erhalten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Etikett gibt die verbindliche Orientierung.
Um die Qualität und Frische Ihres Honigs zu erhalten, lagern Sie ihn an einem kühlen, trockenen Ort, der vor direktem Sonnenlicht geschützt ist. Für Wabenhonig gilt dasselbe; ihn genießen Sie am besten innerhalb weniger Monate, solange das Wachs zart ist und der Honig in der Zelle noch nicht auskristallisiert.
Man hört immer wieder die Kritik, dass Imker den Bienen den Honig wegnehmen. Doch das stimmt so nicht: Wir ernten ausschließlich den Honig aus dem Honigraum – im Brutnest behalten die Bienen ihren eigenen Vorrat. Weil der Honigraum über den Winter nicht am Volk bleibt, füttern wir zusätzlich eine für Bienen leicht verdauliche Zuckerlösung. Das ist kein Notbehelf, sondern für die Völker sogar besser: Honigtauhonig wie unser Waldhonig enthält Bestandteile, welche die Bienen während der langen Winterruhe schlecht verdauen – die Kotblase füllt sich, und weil die Bienen bei Kälte nicht ausfliegen können, droht die Bienenruhr. Stark kristallisierende Honige wiederum werden in der Wabe steinhart: Ohne Wasser von außen kommen die Bienen an ihren eigenen Vorrat gar nicht mehr heran. So gehen unsere Völker mit einem Futtervorrat in den Winter, der zu ihnen passt.
Der Bayerische Wald bietet optimale Bedingungen für unsere Bienen! Im Flugradius unserer Imkerei finden sie eine vielfältige Landschaft aus Bergmischwald, Bergwiesen und Waldrändern. Ein großer Vorteil ist, dass hier kein intensiver Ackerbau betrieben wird.
Bienen sind unentbehrlich für unsere Umwelt und unsere Ernährung. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen und tragen so zur Artenvielfalt bei. Etwa ein Drittel unserer Nahrungspflanzen profitiert von der Bestäubung durch Insekten – bei vielen Obst- und Gemüsearten sind Bienen die wichtigsten Bestäuber.
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